So idyllisch die glitzernden Eisflächen derzeit auch aussehen – sie bergen aufgrund der derzeit steigenden Temperaturen lebensgefährliche Risiken, die oft unterschätzt werden.
Wir möchten Sie hiermit eindringlich über die Gefahren aufklären und um erhöhte Vorsicht bitten.
Lebensgefahr durch Kälteschock:
Wer ins Eis einbricht, kämpft nicht nur gegen das Ertrinken, sondern vor allem gegen die extreme Kälte. Das Wasser hat meist Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt.
Beim Eintauchen setzt sofort ein Schnappreflex ein. Man atmet unwillkürlich Wasser ein, was zum sofortigen Ertrinken führen kann.
Handlungsunfähigkeit: Nach nur wenigen Minuten verlieren die Muskeln durch die Kälte ihre Kraft. Man kann sich nicht mehr aus eigener Kraft am Eisrand festhalten oder hochziehen.
Unterkühlung: Der Körper kühlt im Wasser um ein Vielfaches schneller aus als an der Luft. Das Herz-Kreislauf-System versagt innerhalb kurzer Zeit.
Nie allein: Gehen Sie niemals allein auf das Eis, damit im Notfall jemand Hilfe holen kann.
Das Eis „lesen“: Knistern und Knacken sind deutliche Warnsignale – verlassen Sie die Fläche sofort auf dem gleichen Weg, den Sie gekommen sind.
Was tun im Notfall?
Sollten Sie einbrechen oder sehen, wie jemand einbricht, zählt jede Sekunde:
Ruhe bewahren: Vermeiden Sie hektische Bewegungen, um nicht noch mehr Eis zum Brechen zu bringen.
Gewicht verteilen: Versuchen Sie, flach auf dem Eis zu liegen und sich kriechend zum Ufer zu bewegen.
Fremdhilfe: Reichen Sie eingebrochenen Personen rettende Gegenstände (Leiter, langer Ast, Schal), aber bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr. Legen Sie sich flach aufs Eis, um Ihr Gewicht zu verteilen, falls Sie sich dem Loch nähern müssen.
Und nicht weniger wichtig, wählen Sie umgehend den Notruf zB. 122 oder 144 und alarmieren die Rettungskräfte!
Symbolbild durch KI erstellt!